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Yip Man

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Yip Man

Wer von dem Kampfsystem WingTschun Rifo begeistert ist und wen diese Kunst ergriffen hat, der wird sich mit der Geschichte des WingTschun befassen. Um den Namen Yip Man, dieses von allen Verbänden und Stilvarianten des Wing Chun anerkannten Großmeisters unserer Kampfkunst, kommt man nicht herum.

Er wurde am 14. Oktober 1893 in Fatshan in China geboren und verstarb am 1. Dezember 1972 in Hong Kong. Viele existierende Verbände, die sich auf das originale WingTschun beziehen und diesen Wurzeln entspringen – egal auf welche Schreibweise sie sich beziehen (VT, WT, WC, VC), dürfen sich auf ihn berufen.

Auch für die Angehörigen der WingTschun Rifo Organisation gilt Yip Man als Urahn und Großmeister unseres Kampfstiles. Sein ganzes Leben widmete er der WingTschun Kampfkunst. Sein Geburtsort Fatshan, der in der südchinesischen Provinz Kwantung liegt und oft als Ursprungsort des chinesischen Kung Fu bezeichnet wird, brachte ihn früh auf die Spur des bekannten „Königs des Kung Fu“, Dr. Leung Jan.

Yip Man war ehrgeizig, interessiert und talentiert. Sein Lehrer wurde der berühmte Chan Wa Shun, der Geldwechsler. Gründe für die Effizienz und die Erfolge des Yip Man Stiles gibt es viele. Einige Aspekte sind auch wesentliche Bestandteile des WingTschun Rifo geworden:

Er legte viel Wert auf die korrekte Ausführung der Formen, wie beispielsweise der SiuNimTau. Je fortge-schrittener der WT-Trainierende ist, um so verwunderter ist er oft, wenn er sogar in seinem höheren Verständnis des WingTschun noch Dinge erkennt, die ihm bis dahin nicht begreiflich oder fühlbar waren. Die Siu Nim Tau vermittelt in mehreren Stufen den korrekten Stand, die korrekte Ausführung vieler Bewegungen oder die Umsetzung von Energie. In diesem Stadium spürt der Fortgeschrittene, dass man diese Form niemals zur Perfektion bringen kann. Immer wieder entdeckt man neue Inhalte und Zusammenhänge.

Eine weitere Unterrichtsmethode Yip Mans bestand in der Umsetzung seines sensiblen Feingefühls im individuellen Umgang mit den Schülern. Es gilt, deren Einstellung, sowie deren Schwächen und Stärken in Psyche und Physis zu erkennen und entsprechend aufzubauen.

Von großer Wichtigkeit war für Großmeister Yip Man eine persönliche Bildung. Er war immer auf der Suche nach wissenschaftlichen, mathematischen, technologischen und gesellschaftlichen Problemstellungen und deren Lösungen. Parallel dazu prüfte er, inwiefern sie der Philosophie des WingTschun entsprachen, und wie er sie in Theorie und Praxis umsetzen könnte. Als Konfuzianist war ihm das Lernen ein natürlicher Antrieb.

Yip Man versuchte stets, die Theorie in die Praxis des Kampfes umzusetzen, aber auch Umkehrschlüsse zu ziehen. So konnten die Schüler schneller lernen und erkennen. Viele erkannten so erst, warum sie ein vertieftes Theoriewissen besitzen mussten. Im Wing Tschun Rifo gilt es, diesen Weg des Lernens wieder aufzugreifen. Ein „back to the roots“ ist nach der Lehrauffassung des Sifu Jimmy Jemirifo unumgänglich, denn der umfassende Inhalt der Kampfkunst WingTschun muss wieder hergestellt und beibehalten werden.

Angebliche Geheimtechniken zurückzuhalten, war nicht seine Welt. Das hätte auch im Widerspruch zur Tatsache gestanden, dass er der erste WT-Meister war, der damit begann, öffentlich zu unterrichten. Nach seiner Auffassung kann nur der Meister eine Kampfkunst mit einer angeblichen „Abteilung Geheimtechniken“ verkaufen, der Angst hat, dass seine Schüler dahinter kommen könnten, wie wenig er selber weiß oder kann.

Die Söhne des Großmeisters Yip Man – die Großmeister Yip Chun und Yip Chin – verwalten heute das Erbe ihres Vaters und sind bemüht, sein Andenken in hohen Ehren zu halten. Weitere Schüler Yip Mans waren: Moy Yat, Lo Man Kam, Wang Kiu, Lok Yiu, William Sheung (Cheung Cheuk Hing), Wong Shun Leung, Hawkins Cheung, Duncan Leung, Viktor Khan, Tsu Sheung Tin (Tsui Shan Tin), Lo Bing, Leung Sheung, Chan Wah, Lee Wing, Lee Man, Lee Han, Chiu Yau, Jiu Wan, Ho Kam Ming. Einer seiner bekanntesten Schüler, der die chinesischen Worte KungFu und WingTschun in der Welt bekannt machte, war der später zu Ruhm gelangte Filmschauspieler Bruce Lee. Großmeister Yip Man hingegen entstammte ganz der chinesischen Kultur, war Konfuzianist und als solcher stark genug, Armut und Schicksalsschläge zu ertragen. Er lebte ein Leben in
Zufriedenheit und tolerierte seine Probleme, die er mit Gleichmut zu lösen versuchte.

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Yip Man - Tea Time

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Yip Man und sein Schüler Bruce Lee

beim Chi Sao Training

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Yip Man - Doppelmesser

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